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Arzt verklagen?

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Anke
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Arzt verklagen?

Beitragvon Anke » 7. Feb 2017, 21:50

Hallo,
hat von euch schon mal jemand versucht, rechtliche Schritte gegen den verordnenden Arzt zu unternehmen?
Wie kriegt man die Diagnose hin, weil beweisen kann man ja gar nichts...?

Freu mich über eure Erfahrungen oder Gedanken dazu
Gruß
Anke



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Re: Arzt veklagen?

Beitragvon Anke » 7. Feb 2017, 21:51

Ähhh, das Tablet mal wieder ;) meinte natürlich: Arzt verklagen...

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Re: Arzt veklagen?

Beitragvon Schorsch » 8. Feb 2017, 08:56

Hallo Anke,

ich bin dabei den Arzt wegen einem Behandlungsfehler zu verklagen. Meine Befunde wurden über ein Gutachter geprüft und die Kausalität zumindest der Muskel- / und Sehnenschäden wurde mir klar bestätigt. Bei mir hat der verschreibende Arzt gleich mehrere Fehler gemacht:

1. Er hat sich nicht an die medizinische Leitline gehalten, die ein anderes AB als Levofloxacin vorsah für meinen Behandlungsfall
2. steht Levofloxacin zudem auch noch auf dem roten Brief d.h. die Indikation ist nochmals eingeschränkter
3. hat er mich nicht über Risiken und Alternativen aufgeklärt und durch den sogenannten "Off Label Use" wird genau das umfangreicher nötig.

Das alles bescheinigt mir ein Gutachten, welches ich über die Krankenkasse habe kostenlos anfertigen lassen. Denn auch meine Kasse hat ja kein Interesse für andere Fehler zu zahlen. Du brauchst aber auch schon saubere Vorbefunde, Bestätigungen deiner Nebenwirkungen, Meldung an Bfarm etc. Auch ein Tagebuch inkl. Hergangsschilderung mit allen Details ist sinnvoll. Also musst du erstmal hier an der Basis ansetzen. Wenn du eine Rechtsschutzversicherung hast, rate ich dir einfach ein kostenloses Beratungsgespräch mit einem Anwalt zu führen, um dann ggf. entsprechende Schritte einzuleiten und um deine Situation zu prüfen.

Gruß Schorsch

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Re: Arzt verklagen?

Beitragvon Andreas_SQL » 15. Feb 2017, 16:43

Hallo zusammen,

ich mache jetzt keinen neuen Thread auf.
Meine Krankenkasse habe ich über meine Vermutung, dass meine Probleme vom Flox kommen informiert. Das war in der ganzen Geschichte die erste Instanz, die einfach mal zugehört hat. Dort hat man mich an das kasseneigene Team für Behandlungsfehler verwiesen, die meine Geschichte aufgenommen haben. Ich habe ein Gedächtnisprotokoll angefertigt, alle mir vorliegenden Befunde eingereicht und dir behandelnden Ärzte von ihrer Schweigepflicht entbunden. Die Kasse holt alle weiteren, notwendigen Dokumente ein und beauftragt ein Gutachten, für mich auch kostenlos. Das soll nur klären, ob für meinen banalen Harnwegsinfekt Cipro indiziert gewesen ist, oder nicht. Ich glaube ich weiß schon, was in dem Gutenachten stehen wird. Was ich dann damit mache ist Teil 2. ich habe Kontakt zu meiner Rechtsschutzversicherung hergestellt, um zu prüfen, ob medizinrechtliche Themen da mit abgedeckt sind. Wenn ja, werde ich mir einen Medizinrechtler suchen und den Fall durchspielen. Werde Euch berichten.

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Re: Arzt verklagen?

Beitragvon Schorsch » 15. Feb 2017, 17:21

Hallo Andreas-SQL,

genauso habe ich es auch gemacht. Sehr gut !!!
Gib Rückmeldung. Die KK beauftragt den MDK als Dienstleister um zu prüfen ob Behandlungsfehler vorliegt. Die Abteilung Regress wird dann ja aktiv um Kosten zu sparen. Siehe zu das dein Gutachten gut wird und der Gutachter alle Infos zugestellt bekommt. Auch aufpassen was die Gutachter so äußern. Teils ist das nicht korrekt dann auf jedenfall Wiedersprechen. Am Ende vor Gericht zählen soweit ich weiß nur die Gutachten. Klar der Richter hat ja auch kein Plan von alledem. Wichtig für ein belastbares Gutachten ist auch ein gescheiter Befund. Am besten mehrere Ärzte besuchen um da gleich richtig unangreifbar zu werden.
Auch die Nebenwirkungen vom HA schriftlich bestätigen lassen. Das kannst du zuvor Selbst vorformulieren und ihm zeigen dann ggf. editieren und zeichnen lassen. Die Ärzte wollen da sicher kaum Zeit investieren aber für dich ist das genau das was du brauchst.

Ohne Basis kein Gutachten und ohne Gutachten keine Chance....Halte uns auf dem laufenden


Achja und ich rate dir nochmal man den Tryptophanstoffwechsel Test bei Ganzimmun. Wenn da bei dir was nachweisbar ist hast du wenigstens was in der Hand.

Gruß Schorsch

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Arzt verklagen?

Beitragvon ssh95 » 18. Mär 2017, 08:03

Hallo,

mein Arzt verschrieb mir 40mg Prednisolon und Levofloxcacin 2x500mg für 7 Tage wegen Streptococcus pneumoniae. Nach 6 Tagen Einnahme, verspürte ich ein leichtes Kribbeln in der rechten Ferse, ging aber wieder weg. Jetzt (ca. ein Monat nach Einnahme) kann ich nur noch mit Hilfe von Krücken laufen. Inzwischen weiß ich aus den Medien, das Levofloxcacin toxisch auf das Sehnengewebe wirkt, was durch Prednisolon noch verstärkt wird (steht weder im Beipackzettel, noch hat der Arzt oder Apotheker mich darauf hingewiesen).

Den Bericht an die TK habe ich gesendet, als nächstes ist das Gutachten dran.

Gruß aus Berlin


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