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Mail an deutschsprachige PRAC-Mitglieder zur EMA Risikoevaluierung von Fluorchinolonen

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Schorsch
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Mail an deutschsprachige PRAC-Mitglieder zur EMA Risikoevaluierung von Fluorchinolonen

Beitragvon Schorsch » 13. Apr 2017, 16:56

Danke an alle die mit- und zugearbeitet haben und sich für einen absolut eingeschränkten Einsatz von Fluorchinolonen stark machen.



Sehr geehrte Damen und Herren,

im Bezug auf das Risikobewertungsverfahren der Fluorchinolon Antibiotika möchte ich Ihnen folgende fundierte wissenschaftliche Studiensamlung, Links, Informationen und sachliche Kritik nicht vorenthalten.

1. Mailanhang der Datei: Evidenz-Studiensammlung_FC-Risiko.pdf
2. http://dailycaller.com/2016/04/21/suit- ... of-profit/ (FDA Kritik)
3. http://www.collective-evolution.com/201 ... tibiotics/ (hier wird deutlich das es sich bei FC wohl eindeutig um ein Chemotherapeutikum handelt)

Es ist für mich und viele andere Geschädigte unverständlich, welches konkretes Risiko es noch zu prüfen gibt ? Das massive Risiko von Fluorchinolonen ist im Ansatz, zumindest in den USA erkannt und auch weltweit publik. Global vernetzte Websites und Hilfenetzwerke zeigen dies eindeutig. Selbst die FDA konnte dem Druck und der Erkenntnis irgendwann nicht mehr Standhalten und hat das kleine aber mächtige Wort "persistent" nach einer jahrelangen Salamitaktik veröffentlicht. Daraufhin folgte eine starke mediale Aufklärung und es wurde in Form einer cleveren Risikoverlagerung zum Patienten hin ein enormes Haftungsrisiko umgangen (Black-Box Warning etc.). Auch Dr. Cohens Buch gibt diesen und weitere Sachverhalte eindeutig in seinem Buch "How We Can Halt The Cipro & Levaquin Catastrophe: The Worst Medication Disaster IN U.S.History" faktisch belegt wieder.

Wenn die USA über Ihre Aufsichtsbehörde FDA schon solch ein deutliches Risiko im Vergleich zum Nutzen sehen, stellt sich die banale Frage, ob es bei uns in Deutschland / Europa ein anderes Risiko-Nutzenverhältnis gibt?
Oder, ob wir einfach nur aufgrund von gewissen Interessen gezwungen werden anders mit diesem Risiko umzugehen?

Das Bfarm musste und muss sich in Zunkunft zu Recht weiterhin deutliche Kritik gefallen lassen. Die entsprechende Verantwortung lag und liegt ganz klar bei dieser Behörde. Warum ist komischerweise erst was passiert, als das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" durch öffentliche Wahrnehmung im Februar 2017 gezielt auf das Thema aufmerksam machte? Die Problematik ist schon seit Jahrzehnten bekannt, wie sogar Hr. Prof Dr. Stahlmann stets und mehrfach in seinen TV-Interviews belegt. Auch die mögliche Persistenz und Langfristigkeit der Nebenwirkungen sind bekannt "Wolfgang Fuchs", als einer von 3 Fallbeispielen des WDR Beitrags Sevicezeit "Das Antibiotika Risiko" aus dem Jahr 2014 belegen das deutlich und dramatisch genug.

Direkter Link WDR Beitrags Sevicezeit "Das Antibiotika Risiko"2014:

http://fluorchinolone-forum.de/viewtopic.php?f=39&t=16 (in dem TV-Beitrag wird jedoch rein nur auf das Schädgungspotential der Sehnen eingegangen)

Aktueller WDR Beitrag über Wolfgang Fuchs 2017: https://www.youtube.com/watch?v=kqugGD3 ... e=youtu.be


Durch die wissenschaftlich belegte Gentoxität und Mutagenität im Niedrigdosisbereich (s. Mailanhang Evidenz-Studiensammlung_FC-Risiko.pdf auf S. 32) ist das reale Schädigungspotential von Fluorchinolonen nur theoretisch greifbar. Aufgrund oftmals diffuser Symptomatiken, Schädigung der Stoffwechselprozesse auf Zellebene, fehlender ärztlicher Kompetenz, fehlendem Diagnoseschlüssel wie Fluoroquinolone-Associated Disability (FQAD) in den USA, ist es als Patient innerhalb unseres Krankensystems nahezu unmöglich einen Kausalität der Schäden zu erkennen oder diese gar nachzuweisen. Daher ist die UAW Statistik nur 0,1 % der Wahrheit und als praktisches Instrument nutzlos. Ich bin mir sicher, wenn der jährliche volkswirtschaftliche Schaden der aufgrund dieser Problematik entsteht monetär greifbar wäre, wäre sicherlich schon längst etwas passiert. Da Nebenwirkungen oft erst Monate oder sogar Jahre nach Einnahme als Spätschäden auftreten können, ist eine sehr hohe Dunkelziffer der betroffenen Patienten zu vermuten. Charles Bennett von der University of South Carolina schätzt die Zahl der zwischen 1997 und 2011 von Fluorchinolon-assoziierten Nebenwirkungen betroffenen Personen in den USA auf bis zu 21.000.000 und die Zahl Fluorchinolon-assoziierter Todesfälle auf bis zu 300.000.

Quelle: http://www.pharmedout.org/pdf/R3DSlides/Bennett.pdf

Bitte engagieren Sie sich energischer und schützen Sie die Bevölkerung, sowie auch Ihre Bekannten und Kinder vor diesen massiven unabschätzbaren Risiken. Unserseits sind diesbezüglich weitere mediale Warnhinweise und Aufklärungsarbeiten durch diverse gößere Tageszeitungen geplant. Denn viele "Floxis" erwarten vom eigentlichen Risikoevaluierungsverfahren der EMA nicht wirklich viel objektive Sachlichkeit und Unterstützung. Das ist auch kein Wunder. Wenn man es gewohnt ist täglich um seine Exisenz zu kämpfen und eindeutig aufgrund dieses Gesundheitssystem krank gemacht wurde. Es hilft uns bislang auch niemand wirklich, natürlich haben wir da das Vertrauen verloren.

Leider handelt es sich wohl auch hier nicht nur um reine Verschwörungstheorien oder alternative Fakten:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medi ... 75718.html
http://nordic.cochrane.org/sites/nordic ... er-EMA.pdf
https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... enz-sorgen
https://www.welt.de/print/die_welt/wirt ... n-vor.html



MfG
Schorsch


PS Ich selbst bin mit 39 Jahren seit 21 Monaten kausal belegt behindert durch zwei Tabletten Levofloxacin. Zuvor war ich top sportlich, extrem belastbar, kern gesund. Heute bin ich froh, wenn ich mit meinem 6 Jahre alten Sohn zum 1.000 m entfernten Spielplatz humpeln kann und es schaffe meinen mittlerweile reinen Bürojob zu halten.
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