Ein Jahr Fluorchinolone-Forum! Die Chronik, Zahlen, Daten, Fakten....hier KLICK

Studie Epigenetische Wirkung von FC auf Sehnenzellen

Benutzeravatar
Schorsch
Site Admin
Site Admin
Beiträge: 516
Registriert: 7. Okt 2016, 09:36

Studie Epigenetische Wirkung von FC auf Sehnenzellen

Beitragvon Schorsch » 12. Apr 2017, 16:47

Hallo,

ich möchte hier gerne die interessante Zuarbeit eines Schweizer Flox veröffentlichen:

Es ist eine Zusammenfassung der Studie der Mayo Klinik, welche die epigenetische Wirkung von FC auf Sehnenzellen beweist. Für ihn ist es die bahnbrechenste Studie von allen, da sie als einzige die mögliche irreversible Wirkung von FC erklärt.

http://www.myquinstory.info/wp-content/ ... -cells.pdf

Nicht-antibiotischer Wirkung von Fluorchinolonen auf Säugerzellen oder Mechanismen von Fluorchinole-Nebenwirkungen (Juli 2015)

Bisher ging man davon aus, dass Fluorchinolon-induzierte Sehnenbeschwerden und Tendinopathien durch eine Aktivierung der Matrix-Metalloproteinasen (MMP) und eine daraus resultierende Spaltung von Kollagen Typ I im Sehnengebwebe ausgelöst wird. Eine neue Studie der Mayo Clinik in Minnesota begründet nun die Ursachen und Wirkungen auf Basis der folgenden epigenetischen Mechanismen: (1) Hemmung der Kollagensynthese als Folge der Eisenchelatierung: als hoch potente Eisenchelatoren können FC die Hydroxylierung von Prolyresten und Lysyresten und somit die Synthetisierung von Kollagen Typ I signifikant hemmen. Hydroxyle brauchen Eisen als Aktivator. Die Folge ist eine Schwächung der Sehnenfasern- und struktur und erhöhtes Risiko für Sehnenrisse. (2) Reduzierte Durchblutung des Sehnengebewebs aufgrund einer FC induzierten Unterdrückung des HIF-1-alpha Proteins: die Unterdrückung des HIF-1 alpha Enzymes kann den Energiestoffwechsel und die Durchblutung der Sehnenzellen nachhaltig negativ beeinflussen. (3) FC-induzierte Hemmung der COL-P4HA1 und LH1 RNA Synthese: die Hemmung der Kollagen P4HA1 und LH Transkription als Folge der Unterdrückung des HIF-1 alpha Enzymes führt ebenso wie die Eisenchelatierung zu einer auffälligen und einzigartigen Tendinopathie.

Somit konnte zum ersten Mal wissenschaftlich bewiesen werden dass FC die Aktivität eines Gens und deren Funktion nachhaltig ändern können. FC induzierte Schäden können somit unter bestimmten Umständen nicht reversibel sein.


Autoren: Sujan Badal1, Yeng F. Her1, and L. James Maher, III*

Department of Biochemistry and Molecular Biology, Mayo Clinic 200 First Street Southwest, Rochester, Minnesota 55905



http://www.myquinstory.info/wp-content/ ... -cells.pdf



Zurück zu „Div. Fakten / Informationen / Studien“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste