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Levofloxacin und Schilddrüsenwerte

Rosanna Garten
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Levofloxacin und Schilddrüsenwerte

Beitragvon Rosanna Garten » 16. Mai 2017, 20:28

Hallo,

bei mir wurde kürzlich im Zuge eines Krankenhausaufenthaltes neben mehreren neuen bzw. zusätzlichen Diagnosen auch ein sog. primärer Hyperparathyreoidismus diagnostiziert.
Vor einigen Wochen hatte ich ja schon berichtet, dass nach hochdosierter Vitamin D Gabe eine Hyperkalzämie festgestellt wurde, die bis heute, zwei Monate nach dem Absetzen des Vitamin D Präparates, besteht.

Nun wurde zusätzlich ein viel zu hoher Wert für das Parathormon nachgewiesen und aus diesen beiden Faktoren auf den Hyperparathyreoidismus geschlossen.
Die Sono-Untersuchung war ohne Befund, d. h. es konnte keine Vergrößerung der Nebenschilddrüse festgestellt werden.

Nun weiß ich ja, dass nach der Gabe von Levofloxacin auch die Schilddrüsenwerte „verrücktspielen“ können.

Dazu habe ich folgendes gelesen:
Das Parathormon „wird in der Nebenschilddrüse gebildet und steigert unter anderem den Kalzium-Spiegel über eine Mobilisation des Kalziums aus dem Knochen.“ [1]

Ich habe aber auch folgendes gelesen:
„Hyperkalzämie bedeutet zu viel Kalzium im Blut. Sie kann sich je nach Ausprägung durch eine Verstopfung, Bauchschmerzen und Erbrechen, Herzrhythmusstörungen sowie eine Trübung des Bewusstseins bemerkbar machen. Als Ursachen kommen neben selteneren Ursachen vor allem eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen (Hyperparathyreoidismus) […] in Betracht.“ [2]

und: „Der größte Teil der Hyperkalzämien ist auf […] einen Hyperparathyreoidismus zurückzuführen.“ [3]

Da stellt sich mir die Frage:
Was war denn nun zuerst da? Die Henne oder das Ei?
Hat also die Hyperkalzämie einen Anstieg des Pararthormons verursacht und ist die Ursache für den primären Hyperparathyreoidismus oder hat eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen die Hyperkalzämie verursacht und diese wiederum den Anstieg des Parathormons?

Und: Könnte vielleicht alles ganz anders sein und evtl. nur ein simpler Magnesiummangel die Ursache für die Hyperkalzämie sein? Ein Magnesiumwert wurde nämlich in all den Monaten und bei den mittlerweile unzähligen Laboruntersuchungen bei mir noch nie ermittelt…

Der Termin beim Endokrinologen steht noch aus…ich befürchte einfach, dass der auch wieder nichts Konkretes findet, was meine „seltsamen“ Laborwerte erklären könnte…das kennen wir ja schon ;)

Liebe erfahrenen Floxies:
Kennt sich jemand von euch mit dem Thema aus und kann mir raten, was ein nächster Schritt sein könnte?
Macht denn diese Logik Sinn: Magnesiummangel --> Hyperkalzämie --> Anstieg Parathormon?
Welche Möglichkeiten gäbe es, neben der Bestimmung des Magnesiumspiegels (falls ein Magnesiummangel hier als Ursache überhaupt relevant wäre), um der Sache auf den Grund zu gehen?
Könnte evtl. eine spezielle Laboruntersuchung beim Endokrinologen hilfreich sein oder weiteren Aufschluss geben?

Falls ich einen zu diesem Thema passenden Thread im Forum übersehen habe, sorry…wenn ich das Schilddrüsenthema hier nochmal anbringe…

Grüße

Rosanna


[1] Quelle: http://www.netdoktor.at/krankheit/hyperkalzaemie-8115
[2] Quelle: http://www.medicoconsult.de/Hyperkalzaemie/
[3] Quelle: http://flexikon.doccheck.com/de/Hyperkalz%C3%A4mie



Maxi
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Re: Levofloxacin und Schilddrüsenwerte

Beitragvon Maxi » 22. Mai 2017, 19:15

Hallo Rosanna,
die Vorstellung bei einem Endokrinolgen halte ich für sehr sinnvoll! Soweit ich weiß, hängt ein primärer Hyperpara mit der Nebenschilddrüse zusammen und oft wird da chirurgisch angesetzt! Parathormon steuert den Calciumstoffwechsel im Blut eigentlich immer auf eine konstante Ebene damit es da keine Entgleisungen gibt. Es gibt noch den sekundären Hyperpara, der hat mehr mit der Nierenfunktion zu tun. Der Endokrinolge hilft Dir da bestimmt weiter! Liebe Grüße! Maxi


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